Stell dir vor, ein Ingenieur entwickelt ein Fahrzeug, das jeden Tag eine Stunde laufen muss, damit Motor, Batterie und Elektronik zuverlässig funktionieren.
Dann kommt jemand auf die Idee, das Fahrzeug dauerhaft in eine Garage zu stellen.
Nach einigen Jahren beginnen die Probleme.
Die Batterie wird schwach. Warnlampen leuchten auf. Der Motor läuft nicht mehr rund. Verschleißerscheinungen nehmen zu.
Niemand würde behaupten, das Fahrzeug sei schlecht konstruiert.
Man würde vielmehr fragen:
„Wurde es so benutzt, wie es vorgesehen war?“
Genau diese Frage sollten wir uns beim Menschen stellen.
Der moderne Mensch verbringt heute den größten Teil seines Tages in Innenräumen. Er arbeitet unter künstlichem Licht, fährt im Auto zur Arbeit, trainiert im Fitnessstudio und entspannt abends vor einem Bildschirm.
Gleichzeitig leidet ein großer Teil der Bevölkerung an einem Mangel eines Stoffes, den unser Körper ursprünglich selbst herstellen konnte:
Vitamin D.
Vielleicht ist Vitamin D deshalb nicht einfach nur ein Vitamin.
Vielleicht ist es eine Warnlampe.
Eine Warnlampe dafür, dass wir uns immer weiter von den Bedingungen entfernen, für die unser Körper entwickelt wurde.
Denn während wir Nahrung täglich zuführen müssen, produziert unser Körper Vitamin D selbst – vorausgesetzt, Sonnenlicht trifft auf die Haut.
Das wirft eine spannende Frage auf:
Wenn die Natur unserem Körper die Fähigkeit gegeben hat, Vitamin D über Sonnenlicht herzustellen, welche Bedeutung hatte dieser Mechanismus ursprünglich für unser Überleben?
Und was passiert, wenn wir ihn dauerhaft ignorieren?
In diesem Artikel schauen wir uns an,
- warum Vitamin D streng genommen gar kein Vitamin ist,
- welche Aufgaben es im Körper übernimmt,
- warum heute so viele Menschen niedrige Werte haben,
- ob Nahrung und Nahrungsergänzungsmittel Sonnenlicht ersetzen können,
- und weshalb Vitamin D vielleicht weniger ein Nährstoff als vielmehr ein Spiegel unserer modernen Lebensweise ist.
Willkommen bei Kapitel 1 der verlorenen Gebrauchsanweisung.

Schreibe einen Kommentar